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Weihnachten in Russland

 

Weihnachten in Russland – Schnee, Kälte und Väterchen Frost!Weihnachten in Russland

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie man Weihnachten in anderen Ländern feiert? In Russland zum Beispiel? In Russland wird Weihnachten in einer vollkommen abgewandelten Form gefeiert als es hier bei uns der Fall ist. Nicht der Weihnachtsmann ,sondern „Väterchen Frost“ bringt in Russland an Weihnachten die Geschenke und das Fest selbst findet auch erst am 7. Januar des Folgejahres statt. Seltsam? Nun ja, andere Länder, andere Sitten!

 

Weihnachten in Russland – Weihnachten einmal anders!

Das „klassische Weihnachten“ in unserer Form, gibt es in Russland, so wie wir es kennen nicht. Vom 24. bis zum 26. Dezember geht es in Russland wie auch sonst zu. Russisch-orthodoxe Christen feiern in dem großen Land erst 7. Januar den Geburtstag Jesu, den Tag, an dem Gott Mensch wurde.

Man kann das Fest in Russland also nicht wirklich mit unserem Fest hier vergleichen und dennoch gibt es natürlich viele Parallelen. Wer Weihnachten in Russland einmal gefeiert hat, wird sicher fasziniert sein, denn im Grunde steht in Russland noch der Gedanke hinter dem Fest im Vordergrund. Auch wenn es für die Kinder auch hier Geschenke gibt, ist Russland noch dem Kaufzwang weitgehend verschont geblieben.

Das Fest wird als Familienfest angesehen und wird meist mit seinen tiefen, religiösen Wurzeln gefeiert. Auch wenn dies bei uns auch im Vordergrund stehen sollte, wissen wir alle, dass Weihnachten hierzulande meist zum kommerziellen Fest wird. Wer also ein echtes Stück Tradition erleben will, sollte einmal Weihnachten in Russland verbringen und sich von der Herzenswärme der Menschen beeindrucken lassen!

 

Weihnachten in Russland – die Vorweihnachtszeit

Vor dem neuen Jahr feiern in Russland die Kinder bereits in der Schule und im Kindergarten Weihnachten. Viele Kinder verkleiden sich zu diesem Feste als Waldbewohner, Maus, Hase oder Fuchs, so wie es bei uns im Fasching üblich ist.

Die Verkleidungen werden dabei stets selbst gebastelt und genäht. Dies freut Väterchen Frost und seine Begleiterin ganz besonders und so gibt es auch schon im Vorhinein kleine Geschenke für die Kinder.

Auch in Russland werden in der Vorweihnachtszeit die Straßen stets festlich geschmückt. Wie wir alle wissen, ist es in Russland sehr kalt im Winter und es gibt meist auch sehr viel Schnee. Auf öffentlichen Plätzen findet man allzu gerne beeindruckende Figuren aus Eis, die von Künstlern gestaltet wurden. Diese besonderen Eisfiguren sind ein echtes Highlight im Winter und werden mit Lichtern beleuchtet.

 

Weihnachten in Russland – der heilige Abend am 6. Januar

In Russland ist der heilige Abend erst am 6. Januar. Dieser trägt in Russland den Namen „Sochelnik“. Wenn es Mitternacht wird, endet auch die strenge Fastenzeit, die in Russland 40 Tage gilt. Strenggläubige Russen halten sich penibel an das Fasten.

Das Highlight des Weihnachtsfestes ist übrigens ein ausgedehnter Gottesdienst.

Auch die Russen haben einen Weihnachtsmann, nur wird dieser „Väterchen Frost“ genannt. Den kassischen Weihnachtsmann, so wie bei uns, gibt es in Russland also nicht. Stattdessen kommt „Ded Moroz“ zu den Kindern mit seiner Enkelin „Snegurotschka“, was so viel wie „Schneemädchen“ heißt. Auch die beiden kommen jedoch auf einen Schlitten! Dennoch wird dieser nicht wie in den bekannten amerikanischen Filmen von Rentieren, sondern von Pferden gezogen.

Artige Kinder bekommen auch in Russland Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt, und zwar in der Nacht. Optisch gesehen sieht „Väterchen Frost“ jedoch wie unser Weihnachtsmann aus: ein kräftiger, älterer Mann mit einem weißen Bart und einem roten oder auch blauen Pelzmantel!

 

Weihnachten in Russland – Bescherung an Silvester

Das gegenseitige Beschenken findet in Russland zwar auch statt, dennoch nicht am 7. Januar, sondern bereits eine Woche zuvor und zwar an Silvester.

Der Weihnachtsbaum wird häufig erst am 30. oder 31. Dezember aufgestellt und festlich geschmückt.

Der “Rutsch” ins neue Jahr wird also von einem großen Fest begleitet, bei dem sich Familienmitglieder und Freunde sehen, beschenken und an einem reich gedeckten Tisch zusammenkommen.

 

WWeihnachten in Russlandeihnachten in Russland – Geliebte Traditionen

Wenn es um Weihnachten in Russland geht, sind nur ein paar alte Traditionen geblieben. Einen heiligen Abend in dem Sinne gibt es nicht. Weihnachtslieder werden heute zwar ebenfalls gespielt, doch traditionelle russische Weihnachtslieder gibt es im Prinzip nicht.

Immer mehr Menschen gehen zu Weihnachten in Russland in die Kirche und lauschen dem Gottesdienst.

Am 7. Januar ist es dann soweit und alle begrüßen sich mit den Worten:
“С Рождеством Христовым! [ss rashdisstwom chrisstowym]”,
was eigentlich “frohe christliche Weihnachten!” bedeutet 

 

Weihnachten in RusslandWeihnachten in Russland – was macht man in Russland an Weihnachten?

Auch in Russland gibt es russische Weihnachtsmärkte, bei denen Leute singen, tanzen und sich einfach amüsieren.

Die Patenkinder besuchen am 6 oder 7 Januar ihre Pateneltern, die meist Verwandte oder gute Freunde der Familie sind. Das Weihnachtsfest verwandelt sich also in ein Familien- und Freundschaftsfest, an dem einfach Zeit miteinander verbracht wird.

Auch Pateneltern und Patenkinder geben sich traditionell kleine Geschenke, wie beispielsweise Bonbons, Nüsse, Orangen, Plätzchen, Äpfel etc. Die Plätzchen werden selbst gemacht und gehören ebenfalls zur Tradition dazu, werden jedoch nicht zwangsweise mit der Weihnachtszeit in Verbindung gebracht.

 

Weihnachten in Russland – Väterchen Frost und seine Enkelin

Auch in Russland ist der Weihnachtsmann wie gesagt ein alter Mann, der einen weißen Bart trägt. Je nach Region trägt er einen roten, blauen oder sogar weißen Mantel und hat ebenfalls eine Mütze auf dem Kopf.

In der Hand hält er jedoch ein Zepter, dessen Spitze alles zu Eis gefrieren lässt, daher auch sein Name. Begleitet wird er von seiner Enkelin, die einem Engel gleicht. Man hat sich also einiges am amerikanischen Vorbild abgeschaut und dennoch seinen eigenen, „europäischen“ Stil bewahrt.

Die Enkelin hilft Väterchen Frost, die Geschenke zu verteilen. Beide kommen aus dem Wald, der russischen Taiga, wo sie mit den Tieren zusammenleben. Snegurotschka ist eigentlich eine Märchengestalt. Sie trägt fast immer einen blauen Mantel und hat ebenfalls eine Mütze oder auch eine Krone auf.

In Russland sind Märchen weit verbreitet und gehören zum den Alltag dazu. Zu Zeiten der Sowjetunion wurde die christliche Religion von der Politik unterdrückt, weshalb das Fest als verboten galt.

Es war verboten jegliche christliche Feste zu feiern, darum ist Jesus Geburt auch heute kein Feiertag in Russland.

 

Weihnachten in Russland – Russische Weihnachten lange Zeit verboten

Im Zuge der antireligiösen Haltung der sowjetischen Regierung wurde Weihnachten im Jahre 1925 in Russland, wie viele andere religiöse Feste, offiziell verboten. Im Jahre 1935 wurde die Tradition zu neuem Leben erweckt, dabei jedoch in ein nicht-christliches Silvesterfest verwandelt. Das religiöse Fest selbst blieb weiterhin verboten.

Erst seit dem Jahre 1991 ist der 7. Januar wieder ein offizieller Feiertag und wird dementsprechend auch gefeiert.


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